Daniele Ganser, Friedensforschung

LEBENSLAUF KURZ

Dr. phil. Daniele Ganser ist Schweizer Historiker, Energie- und Friedensforscher. Er leitet das Swiss Institute for Peace and Energy Research (SIPER) in Basel und unterrichtet an der Universität St. Gallen (HSG).

LEBENSLAUF LANG

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Dr. phil. Daniele Ganser ist Schweizer Historiker und Friedensforscher, spezialisiert auf internationale Zeitgeschichte seit 1945. Seine Forschungsschwerpunkte sind Friedensforschung, Geostrategie, verdeckte Kriegsführung, US-Imperialismus, Ressourcenkämpfe, Energiesysteme und Wirtschaftspolitik. Er unterrichtet an der Universität St. Gallen (HSG) zur Geschichte und Zukunft von Energiesystemen. Daniele Ganser ist seit 2011 Gründer und Leiter des Swiss Institute for Peace and Energy Research (SIPER) in Basel. Das SIPER untersucht, ob es möglich wäre, die Energieversorgung zu 100% auf erneuerbare Energien umzustellen und Konflikte ohne Gewalt zu lösen (www.siper.ch).

Daniele Ganser wurde am 29. August 1972 in Lugano in der Schweiz geboren. Von 1979 bis 1991 besuchte er die Rudolf Steiner Schule in Basel. 1992 machte er die Matura am Holbein-Gymnasium in Basel. Danach studierte er an der Universität Basel, der Universiteit van Amsterdam und der London School of Economics and Political Science (LSE) Alte und Neue Geschichte, Philosophie und Englisch mit einem Fokus auf Internationalen Beziehungen. An der Philosophisch-Historischen Fakultät der Universität Basel erwarb er sein Lizentiat in Geschichte 1998 summa cum laude mit einer Arbeit zur Kubakrise und seinen Doktortitel in Geschichte 2001 insigni cum laude mit einer Arbeit zu Operation Gladio und den NATO Geheimarmeen. Von 2001 bis 2003 war er Senior Researcher beim Think Tank Avenir Suisse in Zürich. Von 2003 bis 2006 war er Senior Researcher am Center for Security Studies (CSS) der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich. Er war Mitglied der Expertengruppe zur zivilen Friedensförderung und Stärkung der Menschenrechte im Schweizer Aussenministerium EDA und unterrichtete Zeitgeschichte an den Universitäten Luzern und Zürich. Von 2006 bis 2011 unterrichtete er an der Universität Basel am Historischen Seminar und am Institut für Soziologie im Nachdiplomstudium Konfliktanalyse und Konfliktbewältigung.

Daniele Ganser ist Träger des Deutschen IQ-Preises 2015, vergeben von Mensa in Deutschland e.V., dem Verein für hochbegabte Menschen (www.mensa.de). Sein Buch zu den NATO-Geheimarmeen erschien 2008 auf Deutsch und wurde in 10 Sprachen übersetzt. Sein Buch "Europa im Erdölrausch" erschien 2012 und schildert den globalen Kampf ums Erdöl. Sein neustes Buch "Illegale Kriege" kam 2016 auf den Markt und zeigt, wie die NATO-Staaten und das US-Imperium die UNO sabotieren und das Kriegsverbot missachten. Die TOP-10 seiner Vorträge und Interviews haben auf Youtube mehr als 4 Millionen Views.

Daniele Ganser hat eine Tochter und einen Sohn und lebt mit seiner Familie in der Schweiz.

LEBENSLAUF IN BILDERN

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Deutscher IQ-Preis 2015

Am 23. April 2016 erhielt er in Bonn von Mensa, dem Verein für Hochbegabte, den Deutschen IQ-Preis 2015 in der Kategorie „Intelligente Vermittlung von Wissen“. Mensa erklärte, er erhalte den Preis, "weil er durch seine kritischen und teils kontroversen Veröffentlichungen die breite Öffentlichkeit dazu anregt, die Welt um sich herum zu hinterfragen. Mensa würdigt die Arbeit von Daniele Ganser als Publizist und kritischer Mahner, die eigene Intelligenz zum Wohle der Allgemeinheit einzusetzen." (Bild: Anna Weinhold, April 2016).

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Seit 2012 Universität St. Gallen

Seit 2012 ist er Dozent an der Universität St. Gallen und unterrichtet dort zusammen mit Prof. Rolf Wüstenhagen den Kurs "Geschichte und Zukunft von Energiesystemen", bei dem die Kosten und Chancen der Energiewende untersucht werden.

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Seit 2011 SIPER

Seit Juni 2011 leitet er als Direktor das Swiss Institute for Peace and Energy Research (SIPER) in Basel, welches zu den Themen Energie, Krieg und Frieden forscht. Das SIPER untersucht, ob es möglich wäre, die Energieversorgung zu 100% auf erneuerbare Energien umzustellen und Konflikte friedlich zu lösen (Bild: Vortrag KKL Luzern, Juli 2012).

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2006-2015 Universität Basel

An der Universität Basel unterrichtete er von 2006 bis 2009 die Studentinnen und Studenten am Historischen Seminar im Bereich Zeitgeschichte. Danach war er von 2009 bis 2015 Dozent am Institut für Soziologie im Nachdiplomstudium Konfliktanalysen. Seine Forschungsresultate zum globalen Kampf ums Erdöl kommuniziert er in öffentlichen Vorträgen (Bild: Vorlesung an der Universität Basel, September 2011).

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2003-2006 ETH Zürich

Am Center for Security Studies (CSS) der ETH Zürich forschte er zu den Themen Sicherheitspolitik, Globalisierung, verdeckte Kriegsführung und Menschenrechte (Bild v.l.n.r.: Präsentation seines Buches zu den NATO-Geheimarmeen und zur Schweizer P26 mit Bruno Lezzi (NZZ), alt Nationalrat Helmut Hubacher und Hans Senn, ehemals Generalstabschef der Schweizer Armee, Prof. Georg Kreis (Universität Basel), Prof. Andreas Wenger (ETH CSS), Februar 2005).

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2001-2003 Avenir Suisse

Als Senior Researcher war er beim Think Tank Avenir Suisse in Zürich für Wirtschaftspolitik und Zeitgeschichte zuständig. Von Avenir Suisse Beirat Jakob Kellenberger, damals Präsident des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz IKRK, hat er viel gelernt (Bild v.l.n.r.: Thomas Held, Direktor Avenir Suisse, Kellenberger, Ganser; September 2002).

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1992-2001 Studium

Er studierte ab 1992 Geschichte, Internationale Beziehungen, Philosophie und Englisch an der Universität Basel, an der Amsterdam University (UVA) und an der London School of Economics and Political Science (LSE). Sein Lizentiat im Bereich Zeitgeschichte erwarb er im Jahr 1998 summa cum laude und seine Promotion im 2001 insigni cum laude. In den Semesterferien hat er gerne fremde Länder bereist, darunter Nepal, Kuba, Indien, Kanada, Schweden, die USA und Algerien (Bild: USA, Florida, Februar 2001).

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1972-1992 Kindheit und Jugend

Geboren wurde er 1972 in Lugano. Seit mehr als 150 Jahren herrscht in der Schweiz Frieden. Kein Nachbarland der Schweiz, und auch kein anderes Land der Welt, darf auf eine derart lange Friedenszeit zurückblicken. Das war ihm damals nicht klar. Seine Jugend verbrachte er in Basel, wo er 1992 die Matura erhielt (Bild: Erste Klasse, 1979).