Daniele Ganser, Friedensforschung

ZITATE VON DANIELE GANSER

«Der Mensch hat immer die Option, gewalttätig zu sein. Aber ich möchte dazu anregen, nicht Gewalt einzusetzen, sondern Konflikte friedlich zu lösen.»

Quelle: Interview von Jens Lehrich mit Daniele Ganser. Publiziert auf Youtube 12.05.2016: "Bewusstsein schafft Frieden" – Dr. Daniele Ganser im Gespräch

 

«Wenn wir genau hinschauen, dann gibt es das nicht: einen "humanitären Krieg". Es gibt auch keine "liebevolle Vergewaltigung". Das ist eine Täuschung, das ist Kriegspropaganda.»

Quelle: Die Welt an der Schwelle. Daniele Ganser im Gespräch mit Das Goetheanum, 17. Februar 2017

 

«Die Idee, dass man Gewalt mit Gewalt auslöschen kann, ist gescheitert. Sonst hätten wir das ja bis heute geschafft. Wir haben als Menschen sehr viel Gewalt eingesetzt in den letzten 2000 Jahren.»

Quelle: Die Welt an der Schwelle. Daniele Ganser im Gespräch mit Das Goetheanum, 17. Februar 2017

 

«Sowohl von meinem Vater wie auch von meiner Mutter habe ich gelernt, dass jedes Menschenleben heilig ist. Daran glaube ich. Wir sollten ohne Folter, ohne Krieg, ohne Terror in Frieden und Respekt miteinander leben, unabhängig davon, welcher Nationalität, Religion, Klasse oder politischer Partei man angehört. Doch leider werden die Menschen mit Kriegspropaganda immer wieder genau entlang dieser Bruchlinien gespalten, die Russen gegen die Deutschen (Nationalität), die Sunniten gegen die Schiiten (Religion), die Unterschicht gegen die Oberschicht (Klasse) oder die AfD gegen Die Linke (Parteien).»

Quelle: Interview von Paul Schreyer mit Daniele Ganser: "Nicht neutral in der Mitte zwischen Krieg und Frieden, sondern auf der Seite des Friedens". Telepolis, 7. November 2016

 

«Ich bin unabhängig, ich bin Schweizer, ich bin Friedensforscher und mir hat niemand vorzuschreiben, mit wem ich spreche. Solange das Gespräch sachlich und friedlich ist, möchte ich alle Menschen dazu ermuntern, miteinander zu sprechen.»

Quelle: Anklage: „Kontaktschuld“ - Friedensforscher Ganser zieht Parallelen zum III. Reich. Sputnik Deutschland, 30. Januar 2017

 

«Der Grundgedanke der UNO ist einfach und klar-: Kriege sind illegal. Dieser Grundgedanke gilt noch heute, auch wenn er viel zu selten im Fernsehen erklärt oder über die Zeitungen und das Internet vermittelt wird … Zu diesem Gewaltverbot gibt es nur zwei Ausnahmen: Erstens gilt das Recht auf Selbstverteidigung … Zweitens darf Krieg gegen ein Land geführt werden, wenn ein ausdrückliches Mandat des UNO Sicherheitsrates vorliegt ... Alle anderen Kriege sind illegal.»

Quelle: Illegale Kriege. Wie die NATO-Länder die UNO sabotieren. Eine Chronik von Kuba bis Syrien (Zürich: Orell Füssli Verlag 2016), S. 20

 

«Wir müssen aufpassen, dass wir nicht 1,5 Milliarden Muslime kollektiv als Terroristen diffamieren. Es gibt sicher militante Muslime, es gibt auch militante Christen, Juden, Hindus und Atheisten. Das Problem ist nicht die Religion, das Problem ist die militante Gruppe. Und militante Fußballfans gibt es auch.»

Quelle: Mira Howard. Dr. Daniele Ganser erklärt Kriegspropaganda und Medienkompetenz durch Fussball, 3. Januar 2017

 

«De facto gibt es keine moralische Orientierung in der CIA. Sie ist von Terrorgruppen wie Al-Qaida kaum zu unterscheiden, denn sie verfolgt wie diese Machtziele, schreckt vor Mord und Staatsstreich in fremden Ländern nicht zurück … Und das alles im Auftrag des Präsidenten im Weissen Haus. Natürlich wird das immer alles geleugnet und abgestritten. Aber die historischen Daten sind klar: Die CIA war und ist in sehr viele Verbrechen verwickelt. Es ist keineswegs so, dass die CIA nur Daten über das Ausland sammelt und auswertet.»

Quelle: CASHKURS. Interview mit Dr. Daniele Ganser (Teil 1): NATO-Geheimarmeen, Verdeckte Kriegsführung, 19. Dezember 2016

 

«Jeder sollte in die eigene Medienkompetenz investieren und weniger TV schauen und Zeitungen, die NATO-Propaganda verbreiten, schlicht abbestellen. Ich suche mir meine Informationen selber, das kann ich jedem nur empfehlen. Wenn man nur wartet, was einem vorgesetzt wird, erhält man ungefragt Kriegspropaganda. Viele Medien sind nicht dazu da, die Menschen zu informieren, sondern um sie zu steuern und zu lenken.»

Quelle: Illegale Kriege. Interview mit Daniele Ganser. Nachdenkseiten, 14. Oktober 2016

 

«Ich denke, die Schweizer Bevölkerung sollte angesichts der vielen illegalen Kriege, in welche die NATO verwickelt ist, über einen Austritt aus der sogenannten Partnership for Peace abstimmen, da es sich hier faktisch um eine Partnership for War handelt, der die Schweiz nicht angehören sollte.»

Quelle: Illegale Kriege. Wie die NATO-Länder die UNO sabotieren. Eine Chronik von Kuba bis Syrien (Zürich: Orell Füssli Verlag 2016), S. 28

 

«Deutschland sollte aus der NATO austreten und in Erinnerung der eigenen Geschichte keine Truppen mehr ins Ausland schicken, sondern sich als neutrales Land für das Völkerrecht und friedliche Konfliktlösungen einsetzen.»

Quelle: Illegale Kriege. Wie die NATO-Länder die UNO sabotieren. Eine Chronik von Kuba bis Syrien (Zürich: Orell Füssli Verlag 2016), S. 328

 

«Die Zeit ist gekommen, um sowohl die NATO als auch das US-Imperium in ihre Schranken zu weisen. Eine neue Anti-Bewegung, wie der heute in Europa verbreitete Anti-Amerikanismus, kann diese Problematik nicht lösen. Nicht nur, weil die Europäer in ihrer Geschichte selber auch zum Instrument der verdeckten Kriegsführung gegriffen haben, gleich wie die Russen und die Chinesen. Sondern vor allem, weil dringend der globale verbindende Impuls 'Wir, die Völker der Vereinten Nationen' wiederbelebt werden muss, da er den wertvollen Gedanken der Menschheitsfamilie ausdrückt, für den jede Anti-Bewegung und jeder Nationalismus Gift ist.»

Quelle: Illegale Kriege. Wie die NATO-Länder die UNO sabotieren. Eine Chronik von Kuba bis Syrien (Zürich: Orell Füssli Verlag 2016), S. 332

 

«Es existiert ein breiter Konsens in der christlichen europäischen Zivilbevölkerung, dass wir keinen Krieg, keinen Terror und keine Gewalt auf unseren Strassen und in unseren Schulen wünschen. Denselben Wunsch haben auch die Muslime und die Juden. Es ist jeweils nur eine Minderheit von Fanatikern, die Spaltung predigen und Gewalt schüren … Trotzdem ist es eine Utopie zu erwarten, dass die zwei Milliarden Christen, die 1,5 Milliarden Muslime un die 15 Millionen Juden ihre Gewalt gegeneinander und untereinander in Gedanke, Wort und Tat völlig einstellen werden, weil sich noch zu wenige Menschen dafür einsetzen. Viel einfacher ist es doch, Feindbilder zu pflegen. Denn das Ziel der Kriegspropaganda besteht immer darin, zwei Gruppen zu schaffen, und danach bei der einen die Erinnerung auszulöschen, dass die andere Gruppe auch aus Menschen besteht.»

Quelle: Preussische Allgemeine Zeitung: Christen, Muslime und Juden streiten um Erdöl, 3. April 2010

 

«Ich versuche in meiner Forschung zu zeigen, dass das Morden immer gleich verläuft: Teilen, Abwerten, Töten, kurz TAT, es ist immer diese Abfolge. Teilen heisst zwei Gruppen schaffen: Arier und Juden oder Kapitalisten und Kommunisten. Danach kommt das Abwerten, die eine Gruppe bezeichnet die andere Gruppe als Unmenschen, Barbaren oder Tiere. Erst danach kommt das Töten. Ich setze mich als Friedensforscher gegen das Teilen ein, indem ich Kriegspropaganda dekodiere und die Feindbilder rekonstruiere. Ich setze mich gegen das Abwerten ein, indem ich Achtsamkeit für das Fremde, für das Andere kultiviere. Ich setze mich gegen das Töten ein, indem ich die Empathie fördere und sage: Alles Leben ist heilig.»

Quelle: Die Welt an der Schwelle. Daniele Ganser im Gespräch mit Das Goetheanum, 17. Februar 2017

 

«Von den 28 Ländern der NATO sind 26 christlich, nur die Türkei und Albanien sind mehrheitlich muslimisch. Wie kann es sein, dass die Länder der christlichen Tradition, die mit dem Gebot "Du sollst nicht töten" leben, einfach andere Länder bombardieren und dann den Diskurs über ihre eigenen Verbrechen verhindern?" Die Friedensforschung muss sich mit dem grössten Militärbündnis der Welt auseinandersetzen. Wenn man es in Zahlen anschaut, dann haben die NATO Staaten ein jährliches Militärbudget von 900 Milliarden, während Russland nur 90 Milliarden hat. Das hat nichts mit links oder rechts zu tun, das sind die Fakten und es hat viel mit dem christlichen Gedanken zu tun: "Du siehst den Balken im eigenen Auge nicht, aber den Splitter in dem des anderen.»

Quelle: Die Welt an der Schwelle. Daniele Ganser im Gespräch mit Das Goetheanum, 17. Februar 2017

 

«Es wird immer wieder in den deutschen Massenmedien wiederholt, die USA hätten Hitler gestoppt. Daher sei ihre Gewalt jetzt überall richtig. Doch das ist beides falsch. Natürlich haben die USA einen Beitrag zum Sieg über Hitler geleistet. Aber es waren die Russen, die 1943 den Vormarsch von Hitler in Stalingrad stoppten. Erst als die Deutschen auf dem Rückzug waren und die Russen Richtung Atlantik marschierten, eröffneten die USA die zweite Front im Rücken der sich schon zurückziehenden Armee von Hitler. Wer diese grosse Bewegung aus der Distanz beobachtet, sieht, die Russen und nicht die USA haben den entscheidenden Sieg über Hitler erkämpft. Die Russen hatten im Zweiten Weltkrieg im Kampf gegen Hitler 27 Millionen Tote zu beklagen, die USA nur 300'000. Auch wenn man diesen 80-mal höheren Blutzoll vergleicht, wird deutlich: Die Russen haben Hitler besiegt. Zudem fand der Kampf auf russischem Boden statt, Hitlers Armee war nie auf amerikanischem Boden. Historisch korrekt ist es zu sagen, Russland und die USA haben Hitler besiegt. Wenn man nur ein Land nennen will, dann ist es korrekt zu sagen, Russland hat Hitler besiegt, das liest man in den deutschen Massenmedien praktisch nie. Irreführend ist es, beim Sieg über Hitler nur die USA allein zu nennen. Die Friedensforschung hat also einen etwas anderen Blick auf den Zweiten Weltkrieg, und sie betont auch, dass aus dem Sieg über Hitler nicht abgeleitet werden darf, dass nun jeder Einsatz von Gewalt durch Russland richtig ist und beklatscht werden soll.»

Quelle: Die Welt an der Schwelle. Daniele Ganser im Gespräch mit Das Goetheanum, 17. Februar 2017

 

ZITATE ÜBER DANIELE GANSER

«Ich verfolge ihre Arbeit seit gut einem halben Jahr und es hat mich voll aus der Matrix gekickt. Sie machen eine gute und äußerst wichtige Arbeit.»

Quelle: Email von Andreas Pieper, 24. April 2017

 

«Der Schweizer Friedensforscher Daniele Ganser ist einer, der sich nicht verbiegen lässt, sondern sagt, was er erkannt hat und für die Wahrheit hält.»

Quelle: Vom Friedensforscher zum Verschwörer: Daniele Ganser und die Medien. NachDenkSeiten, 27. März 2017

 

«Ganser hat zahllose Dokumente ausgewertet und analysiert. Er vermittelt dem Leser faktengesättigt seine fundierte kritische Weltsicht in verständlicher Form … Ganser verdeutlicht überzeugend, dass die Krisen unserer Gegenwart nicht selten in der imperialistischen Politik westlicher Großmächte in den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg wurzeln.»

Quelle: Die Kriege der Mächtigen. Neues Deutschland, 17. Februar 2017

 

«Ganser schildert komplexe Geopolitik so nachvollziehbar, dass ihm wohl auch ein 14-Jähriger ohne Vorkenntnisse folgen kann.»

Quelle: "Akzeptierte Rechtsbrüche", Rezension von Paul Schreyer in Hintergrund, Ausgabe 1/2017

 

«Ganser will mit seinem neuen Buch und seinen Vorträgen die Friedensbewegung stärken. Es gelingt ihm. Die Aufgaben der Friedensbewegung liegen in kritischem Medienkonsum, um Kriegspropaganda zu durchschauen, in der Energiewende, um Ressourcenkriege unnötig zu machen und in persönlichem Wachstum, um selbst achtsam und friedlich zu bleiben.»

Quelle: Christiane Borowy: Vortragsrezension "Illegale Kriege" Dr. Daniele Ganser in Berlin. Borowita, 12. Dezember 2016

 

«Daniele Ganser ist aus meiner Sicht inmitten der heutigen geopolitischen Verwerfungen und wirklich hochbrisanten Gefahren (Syrien, Ukraine usw.) eine der wichtigsten analytischen, seriösesten, differenzierten und mahnenden Stimmen in Europa. Fast alle seine Vorträge (einfach mal auf Youtube schauen!) sind äußerst erhellend und von höchster Wichtigkeit. Es geht buchstäblich um Krieg und Frieden, um Leben und Tod hunderter Millionen von Menschen!»

Quelle: A. Albers auf Amazon Kundenrezension zum Buch "Illegale Kriege": Eine heute buchstäblich überlebenswichtige Rückbesinnung auf "Nie wieder Krieg!", 14. Oktober 2016

 

«Daniele Ganser ist der Wilhelm Tell unter den Historikern … Dass er sich mit seiner Forschung über verdeckte Kriegsführung nicht nur Freunde machen würde, wusste Dr. Daniele Ganser von Anfang an. Doch auch ehrverletzende Angriffe auf seine Person … konnten ihn nicht beirren. Heute referiert der 44-jährige vor ausverkauften Sälen und einem Millionenpublikum auf Youtube. Wer sich auf ihn einlässt, verliert unwiederbringlich seine heile Welt.»

Quelle: Thorsten Peters: Deutscher IQ-Preis 2016. Dr. Daniele Ganser für "Intelligente Vermittlung von Wissen" geehrt. MinD-Magazin 112, Juni 2016, S. 41

 

«Mit seinem temporeichen Vortrag zum Verbrauch von nicht erneuerbaren Ressourcen zieht Ganser sein Publikum in den Bann. Er erzählt von den vielen Kriegen um Erdöl … Ganser ist ein begnadeter Redner, aber kein Selbstdarsteller. Er hat eine Mission, aber er ist kein Missionar. Ihm geht es um die eine Sache - und die heisst: Energiewende.»

Quelle: Lotti Teuscher: Ohne Wende fehlt bald die Energie. Bieler Tagblatt 6. Mai 2014

 

«Der Augenöffner: Der viersprachige Forscher untersucht mit Leidenschaft die Gründe, die Frieden schaffen oder Kriege auslösen. Gewalt und Energieprobleme sind seinen Erkenntnissen zufolge aufs Engste verknüpft.»

Quelle: Ruedi Suter, Best of Basel Nr. 1. Sommer 2009